Tee trinken

Mai 28, 2010 by




Tee trinken

Nach der allseits bekannten orientalischen Faustregel bereitet man ein Aufgussgetränk in der mit kochendem Wasser angewärmten Teekanne zu, verwendet je Tasse einen gehäuften Teelöffel Teeblätter, übergießt diese mit kochend heißem Wasser und schüttet den gebrühten Tee innerhalb von sechs min. in eine weitere vorgewärmte Teekanne ab. Experten empfehlen, den Aufguss nur vier min. ziehen zu lassen, da nach dieser Zeit die im Tee enthaltenen Gallotanninen frei gesetzt werden, die den anregenden Effekt des Purin-Alkaloids im Tee schwächen. Tee kann man nach Vorliebe mit fettarmer Milch, Rohrzucker, Honig, oder Arrak trinken. Die Behauptung, in Teebeuteln befinde sich Tee schlechterer Güteklasse, ist falsch. In den Teebeuteln sind nur Teeblätter verarbeitet ohne Halme. Wer ein Teeei verwendet, sollte jenes maximal bis zur Mitte füllen.

Nach dem Übergießen mit kochendem Wasser quillen die Blätter auf und nehmen folglich an Volumen zu. Tee braucht zur Aromaentfaltung Luft. Das Aroma des Aufgusses ist von der Qualitätsklasse abhängig. Die bestmöglichste Tee-Qualität ergeben die so genannten Augen und die zartesten Blätter der Pflanze. Nachdem die Teeblätter geerntet sind, müssen diese zuerst antrocknen, danach werden sie gerollt, oxidiert und getrocknet. Einige Tees werden allerdings nicht oxidiert sondern mit Wasserdampf behandelt. Gesundheitsdienliche Inhaltsstoffe, die vor Krankheiten schützen können, bleiben erhalten.

Der gesündeste Tee generell soll der Jiaogulan Aufguss sein, welcher auch “Kraut der Unsterblichkeit” genannt wird, kein Methyltheobromin oder Koffein aufweist, dennoch anregend ist und einen günstigen Effekt auf die Gesundheit von Personen hat. Die Blätter der rasch heranreifenden, circa neun Meter langen Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen gehört, werden in der Japanischen Heilkunde als Arznei eingesetzt. Der Tee zählt auf unserem Kontinent nicht zu den Medikamenten, sondern ist ein Mittel zur Nahrungsergänzung. In Amerika wird dieser ein bisschen lieblich anmutende Aufguss, auch als “Jung-bleib-Tee” umworben, schon lange verzehrt, in Europa ist er noch eher unbeachtet. Ein Tee der absolut außergewöhnlichen Spezies ist Reishi, ein Heilpilz, dessen gesundmachende Wirkung das Immunsystem, die Nieren und den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Der Chinesische Begriff Wu Zhi meint so viel wie “Pilz der Unsterblichkeit” beziehungsweise “Zwanzigtausend-Jahre-Pilz”. Zum Tee werden fein geschnittene, getrocknete Scheiben eingesetzt, die über Nacht in reinem Bergwasser aufquillen sollten. Dann wird das Wasser mit den Pilzstücken erhitzt und sechs min. kochen gelassen und anschließend abgeschüttet. Der Tee schmeckt herb-bitter und sollte mit Süssstoff oder Rohrzucker gemischt werden.

Verantwortlich für diesen Beitrag: Karl Krüger

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Comments (2)

 

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  2. Torsten sagt:

    Hallo,

    es ist immer wieder erstaunlich, was so alles über Tee geschrieben wird… “Im Teebeutel sind keine Halme”. Die wird man auch im losen Tee nur schwerlich finden! Im Teebeutel werden sog. Broken-Tees und Fannings, teils sogar Dust (Staub) – Qualitäten verwendet. Da kann man schon von qualitativen Unterschieden reden! Ein Teeei taugt für viele Tees leider auch gar nichts, denn darin kann sich Tee nicht frei entfalten. Der Tee muss im Aufguss frei schwimmen!

    Wer z.B. einen Grünen Tee auf die im Text genannte Art zubereitet, wird keine große Freude damit haben. Solche Texte wirken auf Laien, als ob sie fachlich sehr fundiert sind, sorgen aber bei solchen aufgrund der Ungenauigkeit eher für Frust. Denn die beschriebene Zubereitung eignet sich weder besonders gut für Weißen Tee oder Grüne Tee, noch für Oolong oder Schwarzen Tee. So pauschal kann und sollte man das also nicht einfach schreiben!

    Viele Grüße

    Torsten

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